Rollstuhllift außen 2026: Robust, sicher und wetterfest (Der große Kaufberater)
- Rollstuhllift außen 2026: Robust, sicher und wetterfest (Der große Kaufberater)
- Welche Arten von Rollstuhlliften für außen gibt es?
- 1. Der Hublift (Hebebühne / Senkrechtlift)
- 2. Der Plattform-Treppenlift (Schrägaufzug)
- Die wichtigste Eigenschaft: Absolute Wetterfestigkeit
- 1. Die Materialien (Korrosionsschutz)
- 2. Die Elektronik (IP-Schutzklassen)
- 3. UV-Beständigkeit und Hitze
- Sicherheitstechnik: Keine Kompromisse im Außenbereich
- Kosten und Preise 2026: Was kostet ein Rollstuhllift außen?
- Preisübersicht: Hublift für außen (Senkrechtlift)
- Preisübersicht: Plattformlift für außen (Schrägaufzug)
- Versteckte Kosten: Die baulichen Maßnahmen (Bauseits)
- Die Rettung: 4.000 Euro Zuschuss durch die Pflegekasse
- So funktioniert die Abrechnung (Eigenanteil)
- Alternativen: Was, wenn ich keinen Pflegegrad habe?
- Baugenehmigung für den Außenlift: Ist das Pflicht?
- Winterbetrieb und Wartung: So überlebt der Lift den Frost
- Rollstuhllift außen gebraucht kaufen: Eine gute Idee?
- Freiheit beginnt an der eigenen Haustür
- Häufige Fragen (FAQ) zum Rollstuhllift im Außenbereich
- Braucht ein Rollstuhllift außen einen Starkstromanschluss?
- Ist ein Hydraulik-Antrieb oder ein Spindelantrieb besser für draußen?
- Wie lange dauert der Einbau eines Außenlifts?
- Können Rollstuhllifte auch von Fußgängern genutzt werden?
- Übernimmt die Berufsgenossenschaft die Kosten für den Lift?
Die eigenen vier Wände barrierefrei zu gestalten, ist für Rollstuhlfahrer und Menschen mit starker Gehbehinderung der wichtigste Schritt zu einem selbstbestimmten Leben. Doch oft beginnt das Problem nicht erst im Hausflur, sondern bereits an der frischen Luft: Die drei Stufen zur Haustür, die steile Treppe in den Garten oder der Absatz von der Garage zur Terrasse werden mit dem Rollstuhl zu unüberwindbaren Festungsmauern.
Die Lösung für dieses Problem ist ein Rollstuhllift außen (auch Außenlift, Hublift oder Plattformlift genannt).
Doch der Kauf eines Lifts für den Außenbereich ist deutlich komplexer als für das trockene Wohnzimmer. Ein Rollstuhllift außen ist 365 Tage im Jahr der unbarmherzigen Natur ausgesetzt. Er muss im Hochsommer bei 35 Grad Celsius im direkten Sonnenlicht einwandfrei funktionieren, im Herbst peitschendem Regen standhalten und im Winter bei minus 10 Grad Celsius Eis und Schnee trotzen. Rost, Kurzschlüsse und eingefrorene Mechanik sind die größten Feinde dieser Anlagen.
In diesem umfassenden und technischen Ratgeber für das Jahr 2026 erklären wir Ihnen alles, was Sie vor dem Kauf wissen müssen. Wir zeigen Ihnen den elementaren Unterschied zwischen einem Hublift und einem Plattformlift, entschlüsseln die IP-Schutzklassen für Elektronik, kalkulieren die exakten Kosten inklusive Fundamentarbeiten und zeigen Ihnen, wie Sie mit dem Zuschuss der Pflegekasse bis zu 4.000 Euro sparen können!

Welche Arten von Rollstuhlliften für außen gibt es?
Wenn Sie Rollstuhlfahrer sind und einen Höhenunterschied vor dem Haus überwinden müssen, haben Sie grundsätzlich die Wahl zwischen zwei völlig unterschiedlichen technischen Systemen. Welches System für Sie das richtige ist, hängt vom Platz vor Ihrem Haus und der Höhe der Treppe ab.
1. Der Hublift (Hebebühne / Senkrechtlift)
Der Hublift ist der absolute Klassiker für den Außenbereich und für Rollstuhlfahrer meist die beste, stabilste und sicherste Wahl.
- Die Funktionsweise: Er funktioniert wie ein offener Mini-Aufzug. Sie fahren mit dem Rollstuhl ebenerdig auf eine Plattform. Auf Knopfdruck fährt diese Plattform senkrecht (vertikal) nach oben, bis sie bündig mit dem Podest der Haustür abschließt.
- Einsatzgebiet: Perfekt für Höhenunterschiede von 0,5 Metern bis zu 3 Metern (z.B. vom Garten auf den Hochparterre-Balkon).
- Platzbedarf: Ein Hublift benötigt relativ wenig Platz (meist ca. 1,5 x 1,5 Meter Grundfläche), da er sich nur senkrecht bewegt. Er wird meist direkt neben die bestehende Treppe gestellt, sodass die Treppe für Fußgänger komplett frei bleibt.
- Vorteil: Extrem robust, sehr hohe Tragkraft (oft bis 300 kg oder 400 kg) und ideal für schwere Elektrorollstühle.
2. Der Plattform-Treppenlift (Schrägaufzug)
Dieser Lift wird nicht neben die Treppe gestellt, sondern fährt direkt auf der Treppe.
- Die Funktionsweise: Eine Führungsschiene wird an der Wand (oder auf Stützen an den Treppenstufen) montiert. An dieser Schiene bewegt sich eine große Plattform schräg die Treppe hinauf.
- Einsatzgebiet: Ideal für sehr lange Außentreppen (z.B. steile Hanggrundstücke), bei denen ein senkrechter Hublift aufgrund der fehlenden Wand oder der zu großen Höhe nicht möglich ist.
- Platzbedarf: Wenn die Plattform ausgeklappt ist, nimmt sie fast die gesamte Breite der Treppe ein. Wenn der Lift nicht genutzt wird, klappt die Plattform (meist vollautomatisch) hoch, sodass Fußgänger die Treppe wieder normal nutzen können.
- Nachteil: Die Technik (Klappmechanismus, Schienenantrieb) ist anfälliger für Verschmutzungen durch Laub, Eis und Schnee als bei einem massiven Hublift.
Die wichtigste Eigenschaft: Absolute Wetterfestigkeit
Ein Rollstuhllift außen kostet viel Geld. Das Letzte, was Sie wollen, ist ein Gerät, das nach dem ersten harten Winter anfängt zu rosten oder bei Dauerregen einen Kurzschluss verursacht. Achten Sie bei den Angeboten der Treppenlift Anbieter zwingend auf diese drei technischen Qualitätsmerkmale:
1. Die Materialien (Korrosionsschutz)
Gewöhnlicher Baustahl hat im Außenbereich nichts verloren. Ein hochwertiger Außenlift besteht aus:
- Feuerverzinktem Stahl: Der Stahl wird in ein 450 Grad heißes Zinkbad getaucht. Das schützt ihn jahrzehntelang vor Rost. Oft wird er danach zusätzlich pulverbeschichtet (z.B. in Anthrazit oder Weiß), um optisch zur Hausfassade zu passen.
- Edelstahl (V2A oder V4A): Besonders für Handläufe, Bedienelemente und mechanische Kernbauteile wird rostfreier Edelstahl verwendet.
- Aluminium: Viele Plattformen sind aus geriffeltem Aluminium gefertigt. Es ist extrem leicht, rostet nicht und das Riffelblech bietet den Reifen des Rollstuhls (oder nassen Schuhen) maximalen Grip bei Regen.
2. Die Elektronik (IP-Schutzklassen)
Strom und Wasser sind eine tödliche Kombination. Die Elektronik eines Außenlifts (Motor, Platinen, Bedienschalter) muss hermetisch abgeriegelt sein. Achten Sie im Datenblatt auf die sogenannte IP-Schutzart.
- Ein Rollstuhllift außen muss für die Elektronik mindestens die Schutzart IP54 (Schutz gegen allseitiges Spritzwasser und Staub) aufweisen.
- Premium-Geräte bieten bei den empfindlichen Bedienelementen sogar IP67 (wasserdicht selbst bei zeitweiligem Untertauchen). So kann selbst sintflutartiger Starkregen der Platine nichts anhaben.
3. UV-Beständigkeit und Hitze
Nicht nur Nässe ist ein Problem. Im Sommer brennt die Sonne stundenlang auf den Lift. Billige Kunststoffe (z.B. an Schaltern oder Verkleidungen) werden durch die UV-Strahlung schnell spröde, bleichen aus und brechen ab. Achten Sie auf UV-beständige Materialien. Eine mitgelieferte Abdeckhaube (Wetterschutzhaube) schützt die sensiblen Teile zusätzlich.
Sicherheitstechnik: Keine Kompromisse im Außenbereich
Rollstuhlfahrer sind darauf angewiesen, dass das Hebesystem zu 100 % sicher ist. Ein Sturz mit einem schweren Elektrorollstuhl aus einem Meter Höhe ist lebensgefährlich. Ein moderner Rollstuhllift außen verfügt daher über redundante (doppelte) Sicherheitssysteme nach strengen TÜV- und europäischen Maschinenrichtlinien:
- Abrollsicherung (Auffahrklappe): Sobald der Rollstuhl auf die Plattform gefahren ist und der Lift anfährt, klappt eine kleine Metallrampe an der Auffahrseite mechanisch nach oben. Sie verriegelt sich und verhindert, dass der Rollstuhl während der Fahrt versehentlich rückwärts von der Plattform rollen kann.
- Unterlaufschutz (Sensoren): Unter der Plattform befinden sich Drucksensoren. Wenn der Lift nach unten fährt und z.B. ein Haustier, ein Kinderspielzeug oder ein Ast unter dem Lift liegt, stoppt der Motor sofort in Millisekundenbruchteilen. Niemand kann eingeklemmt werden.
- Totmannsteuerung: Der Lift fährt nur so lange, wie Sie den Bedienknopf gedrückt halten. Lassen Sie den Knopf los (z.B. bei einem gesundheitlichen Notfall oder Panik), stoppt die Anlage sofort.
- Manueller Notablass: Fällt im gesamten Haus bei einem Unwetter der Strom aus, während Sie in zwei Metern Höhe auf dem Lift stehen, bleiben Sie nicht gefangen. Jeder Lift verfügt über eine Handkurbel oder ein mechanisches Notablass-Ventil, mit dem eine Hilfsperson die Plattform sicher und langsam zu Boden gleiten lassen kann.
- Rutschfester Boden: Eine spezielle Anti-Rutsch-Beschichtung (z.B. Korund-Beschichtung oder Tränenblech) ist bei Nässe und Schnee gesetzlich vorgeschrieben.
Kosten und Preise 2026: Was kostet ein Rollstuhllift außen?
Nun zur wichtigsten Frage für Ihr Budget: Mit welchen Kosten müssen Sie rechnen? Da Außenanlagen deutlich robuster gebaut sein müssen als Innenlifte, sind sie naturgemäß auch teurer. Die Preise variieren stark nach der Förderhöhe und der Bauart.
Preisübersicht: Hublift für außen (Senkrechtlift)
Der Hublift ist oft die wirtschaftlichere Wahl, da keine teuren Maßschienen gebogen werden müssen.
- Förderhöhe bis 1 Meter (z.B. 4-5 Stufen): ca. 7.000 € – 9.000 €
- Förderhöhe bis 3 Meter (z.B. Balkon 1. Etage): ca. 12.000 € – 15.000 €
- (Preise inkl. MwSt., Lieferung und Standard-Montage).
Preisübersicht: Plattformlift für außen (Schrägaufzug)
Hier bestimmt die Form der Treppe (gerade oder kurvig) den Preis.
- Gerade Außentreppe (ca. 5 Meter Schiene): ca. 10.000 € – 14.000 €
- Kurvige Außentreppe (Maßanfertigung der Schiene): ca. 15.000 € – 20.000 €
Versteckte Kosten: Die baulichen Maßnahmen (Bauseits)
Wenn Sie einen Rollstuhllift außen planen, müssen Sie zwingend Kosten einkalkulieren, die nicht auf der Rechnung der Lift-Firma stehen. Diese Arbeiten müssen meist von einem lokalen Handwerker im Vorfeld („bauseits“) erledigt werden:
- Das Fundament (ca. 500 € – 1.500 €): Ein schwerer Hublift (der selbst 200 kg wiegt und einen 150 kg schweren Rollstuhl hebt) darf nicht einfach auf den Rasen oder auf lose Gehwegplatten gestellt werden. Er würde einsinken! Es muss zwingend ein gerades, frostfreies und massives Betonfundament gegossen werden.
- Der Stromanschluss (ca. 150 € – 300 €): Der Lift benötigt Strom. Oft reicht eine normale 230-Volt-Steckdose (für das Ladegerät bei Akkubetrieb). Kraftvolle Hydraulik-Hublifte benötigen jedoch teilweise einen 400-Volt-Starkstromanschluss. Ein Elektriker muss ein witterungsbeständiges Erdkabel vom Haus zum Lift verlegen.
- Die obere Haltestelle (Pflasterarbeiten): Wenn Sie oben ankommen, muss der Bereich vor der Haustür absolut eben sein. Eventuell müssen hier Pflastersteine neu verlegt oder eine kleine Rampe gegossen werden.
Tipp für den Festpreis: Achten Sie darauf, dass Sie sich mit derTreppenlift Firmaauf einen garantiertenTreppenlift Festpreisfür die Anlage und Montage einigen. Klären Sie vorher exakt ab, welche Vorarbeiten (Fundament) Sie selbst an einen lokalen Maurer vergeben müssen!
Die Rettung: 4.000 Euro Zuschuss durch die Pflegekasse
Ein Preis von 12.000 Euro inklusive Fundament ist für viele Rentner ein harter Schlag. Doch zum Glück gibt es den deutschen Sozialstaat. Ein Rollstuhllift außen gilt rechtlich als „wohnumfeldverbessernde Maßnahme“ und wird vom Staat massiv gefördert.
Die wichtigste Institution ist hierbei die Pflegekasse (Ihre Krankenversicherung).
- Die Voraussetzung: Die Person, für die der Lift gebaut wird, muss einen anerkannten Pflegegrad (1 bis 5) haben. Bereits Pflegegrad 1 ist ausreichend!
- Die Summe: Die Pflegekasse zahlt einen festen Zuschuss von bis zu 4.000 Euro.
- Das Geniale: Wohnen zwei pflegebedürftige Personen im selben Haus (z.B. ein Ehepaar, beide im Rollstuhl oder stark gehbehindert), summiert sich der Betrag auf 8.000 Euro Zuschuss!
So funktioniert die Abrechnung (Eigenanteil)
- Kosten für den Hublift inkl. Montage: 9.000 €
- Kosten für den Maurer (Fundament): 1.000 €
- Gesamtkosten Maßnahme: 10.000 €
- Abzug durch die Pflegekasse: – 4.000 €
- Ihre reale Zuzahlung (Eigenanteil): 6.000 €
(Wichtig: Die Krankenkasse bezahlt einen solchen Lift in der Regel nicht, da er fest verbaut ist und nicht als mobiles medizinisches Hilfsmittel gilt. Den Unterschied zwischen Pflegekasse und Krankenkasse erklären wir hier).
Alternativen: Was, wenn ich keinen Pflegegrad habe?
Wenn Sie (noch) keinen Pflegegrad haben, aber den Lift dringend benötigen, hilft Ihnen die KfW-Förderbank. Das Programm „455-B: Altersgerecht Umbauen“ richtet sich an alle Hausbesitzer, unabhängig von Alter oder Krankheit.
- Die Förderung: Sie erhalten einen pauschalen Zuschuss von 10 % der Investitionskosten.
- Kostet Ihr Außenlift 12.000 Euro, schenkt Ihnen die KfW 1.200 Euro.
- Der Haken: Sie dürfen KfW-Gelder und das Geld der Pflegekasse nicht für denselben Lift mischen (Kumulierungsverbot). Die Pflegekasse ist mit 4.000 Euro immer die bessere Wahl, sofern ein Pflegegrad vorliegt. Wie Sie die Zuschüsse clever kombinieren, lesen Sie hier.
Vergessen Sie zudem nicht die Steuern! Den kompletten Eigenanteil, den Sie nach Abzug aller Zuschüsse selbst bezahlen mussten, können Sie als „außergewöhnliche Belastung“ beim Finanzamt einreichen. So setzen Sie den Treppenlift steuerlich ab und holen sich oft tausende Euro an gezahlter Steuer zurück!
Baugenehmigung für den Außenlift: Ist das Pflicht?
Ein sehr heikles Thema, das viele Hausbesitzer unterschätzen, ist das deutsche Baurecht. Ein Rollstuhllift außen verändert das optische Erscheinungsbild Ihres Hauses und ist eine bauliche Anlage. Müssen Sie dafür extra zum Bauamt und eine Genehmigung beantragen?
Die Antwort lautet: Es kommt darauf an!
- Hubhöhe unter 3 Metern (Meist verfahrensfrei): In den meisten deutschen Bundesländern (z.B. NRW, Bayern, Baden-Württemberg) sind kleine Hublifte zur Überwindung von Höhenunterschieden bis zu 3 Metern sogenannte verfahrensfreie Bauvorhaben. Das bedeutet: Sie brauchen keine offizielle Baugenehmigung.
- Die Grenzbebauung (Das Nachbarrecht): Hier lauert die größte Falle! Auch wenn Sie keine Baugenehmigung brauchen, müssen Sie die Abstandsflächen zum Nachbargrundstück einhalten (meist 3 Meter). Wenn Ihr Lift direkt auf der Grundstücksgrenze steht, müssen Sie zwingend die schriftliche Zustimmung Ihres Nachbarn (Baulast) einholen.
- Öffentlicher Gehweg: Steht die untere Plattform des Lifts nicht auf Ihrem privaten Vorgarten, sondern ragt auf den städtischen Bürgersteig hinaus? Dann benötigen Sie zwingend eine Sondernutzungserlaubnis der Stadtverwaltung!
- Denkmalschutz: Steht Ihr Haus unter Denkmalschutz, ist der Einbau eines Außenlifts immer genehmigungspflichtig. Die Denkmalschutzbehörde muss dem optischen Eingriff in die historische Fassade zustimmen.
Unsere Empfehlung: Ein kurzer Anruf beim lokalen Bauamt kostet nichts und erspart Ihnen im schlimmsten Fall eine behördlich angeordnete Rückbau-Verfügung! Seriöse Lift-Anbieter unterstützen Sie bei der Klärung dieser baurechtlichen Fragen.
Winterbetrieb und Wartung: So überlebt der Lift den Frost
Auch der beste Rollstuhllift außen benötigt Pflege, um den deutschen Winter zu überstehen. Eis und Schnee sind mechanische Feinde. Beachten Sie diese 3 Regeln für den Winterbetrieb:
- Schneeräumen ist Pflicht: Die Plattform eines Lifts muss vor der Fahrt von hohen Schneelasten und Eisblöcken befreit werden. Andernfalls könnten die Sicherheits-Drucksensoren unter der Bodenplatte blockieren oder fälschlicherweise ein Hindernis erkennen und die Fahrt stoppen.
- Die Abdeckhaube nutzen: Viele Hersteller liefern eine wasserdichte Plane (Abdeckhaube) mit. Ziehen Sie diese über den Bedienpult und den Antrieb, wenn Starkregen oder monatelanger Schneefall angesagt ist. Das schützt die sensibelsten Teile vor dem Einfrieren.
- Niemals mit Streusalz arbeiten! Streuen Sie niemals aggressives Streusalz auf die Plattform des Lifts, um Eis zu schmelzen. Das Salz frisst sich auf Dauer durch die Beschichtungen und führt unweigerlich zu massiver Korrosion (Rost). Nutzen Sie stattdessen feinen Sand oder spezielle, korrosionsfreie Enteiser-Sprays.
Zudem ist eine jährliche Inspektion (Fetten der mechanischen Teile) durch den Treppenlift Service vor Anbruch der Frostperiode dringend zu empfehlen.
Rollstuhllift außen gebraucht kaufen: Eine gute Idee?
Da die Preise für neue Außenlifte sehr hoch sind, stellt sich die Frage: Kann man einen Außenlift auch gebraucht kaufen?
- Bei Plattformliften (auf der Treppe) ist das schwierig. Da Außentreppen oft Kurven haben, muss die Schiene ohnehin neu maßgefertigt werden. Sie sparen also nur beim Motor.
- Bei Hubliften ist der Gebrauchtkauf hingegen eine fantastische Möglichkeit! Da Hublifte standardisierte Höhen haben, können sie von einem Haus abgebaut und beim nächsten Haus problemlos wieder auf das Betonfundament geschraubt werden.
Vorsicht beim Kauf von Privat (eBay): Kaufen Sie einen Außenlift niemals von Privatpersonen aus dem Internet! Sie wissen nicht, wie stark die Elektronik in den letzten 5 Jahren durch Regen und Frost gelitten hat. Ein Mikroriss in der Platinen-Versiegelung und der Lift bleibt im nächsten Winter stehen.
Kaufen Sie generalüberholte Treppenlifte ausschließlich bei zertifizierten Fachhändlern! Diese Händler tauschen alle Dichtungen aus, erneuern die Batterien, geben Ihnen eine schriftliche Gewährleistung und wickeln für Sie den 4.000-Euro-Zuschuss mit der Pflegekasse ab.
(Hinweis: Einen Außenlift zu mieten ist in Deutschland nahezu unmöglich. Da die Witterung den Verschleiß extrem in die Höhe treibt, ist das finanzielle Risiko für die Vermieterfirmen zu hoch. Sie bieten Miete fast nur für den trockenen Innenbereich an).
Freiheit beginnt an der eigenen Haustür
Ein Rollstuhllift außen ist eine gewaltige bauliche und finanzielle Investition, aber sie ist der Schlüssel zur Erhaltung Ihrer sozialen Kontakte und Ihrer persönlichen Freiheit. Keine Stufen mehr, die Sie davon abhalten, in den Garten zu fahren, zum Arzt zu kommen oder Besuch zu empfangen.
Die Technik im Jahr 2026 ist extrem ausgereift. Verzinkter Stahl, wasserdichte Elektronik (IP67) und ausgeklügelte Sicherheitssensoren garantieren einen reibungslosen Betrieb auch bei schlechtem Wetter.
Ihre nächsten Schritte:
- Klären Sie ab, ob ein Hublift (senkrecht, platzsparend) oder ein Plattformlift (auf der Treppe) baulich bei Ihnen Sinn macht.
- Beantragen Sie zwingend vor der Vertragsunterschrift den 4.000 Euro Zuschuss bei der Pflegekasse.
- Vergessen Sie nicht, in Ihrer Kostenkalkulation die Ausgaben für den lokalen Maurer (Betonfundament) und den Elektriker zu berücksichtigen.
Nutzen Sie unseren kostenlosen Angebots-Vergleich. Beschreiben Sie kurz Ihre Außentreppe, und wir vermitteln Ihnen bis zu drei seriöse Fachbetriebe aus Ihrer Region, die sich auf wetterfeste Außenanlagen spezialisiert haben. Ein Vor-Ort-Termin bringt sofort Klarheit über die Machbarkeit und die exakten Kosten!
Häufige Fragen (FAQ) zum Rollstuhllift im Außenbereich
Braucht ein Rollstuhllift außen einen Starkstromanschluss?
Die meisten modernen Hublifte und Plattformlifte für den privaten Gebrauch funktionieren einwandfrei mit einem normalen 230-Volt-Hausanschluss. Der Lift läuft über Akkus, die von einem kleinen Netzteil an der Steckdose permanent aufgeladen werden. Nur bei extrem hohen Förderhöhen (z.B. 3 Meter) oder sehr hohen Traglasten (bis 400 kg) verwenden Hersteller oft starke Hydraulikmotoren, die einen 400-Volt-Drehstromanschluss (Starkstrom) benötigen.
Ist ein Hydraulik-Antrieb oder ein Spindelantrieb besser für draußen?
Beide Systeme sind bewährt. Ein Spindelantrieb (eine sich drehende Gewindestange) ist oft günstiger und sehr wartungsarm. Ein Hydraulikantrieb (mit Öl-Zylinder) ist extrem kraftvoll, flüsterleise und bietet eine sanftere Fahrt. Im Winter muss beim Hydraulik-Antrieb jedoch hochwertiges Spezial-Öl verwendet werden, damit es bei Minustemperaturen nicht zu zähflüssig wird.
Wie lange dauert der Einbau eines Außenlifts?
Wenn das Betonfundament gegossen und ausgehärtet ist und der Stromanschluss liegt, dauert die reine Montage des Hublifts durch die Fachfirma meist nur einen halben bis ganzen Tag. Sie können die Anlage noch am selben Abend nutzen.
Können Rollstuhllifte auch von Fußgängern genutzt werden?
Ja, das ist problemlos möglich. Wenn eine Begleitperson (oder ein Fußgänger mit Rollator) keine Treppen steigen kann, kann er sich einfach auf die Plattform des Lifts stellen. Gute Lifte haben für Fußgänger einen extra Haltegriff an der Seitenwand. Das Mitfahren auf der Plattform ist jedoch oft nur erlaubt, wenn die maximale Tragkraft (meist 300 kg) nicht überschritten wird.
Übernimmt die Berufsgenossenschaft die Kosten für den Lift?
Ja! Wenn Ihre Abhängigkeit vom Rollstuhl das Resultat eines anerkannten Arbeitsunfalls (oder Wegeunfalls) ist, ist die Berufsgenossenschaft (BG) zuständig. Die BG übernimmt in diesem Fall die gesamten Kosten für den Lift und das Betonfundament zu 100 %. Die 4.000-Euro-Obergrenze der Pflegekasse entfällt dann. Lesen Sie hier alles zur Kostenübernahme durch die BG.






